
Nach einem zufälligen Treffen mit einem alten Schulfreund beginnt der engagierte Lehrer Philipp seine bisher unterdrückte Sexualität in Ost-Berlin zu erkunden. Er streift durch die queeren Bars der Stadt, wo er den sensiblen Matthias trifft, mit dem er eine Beziehung eingeht. Für Philipp beginnt ein langer und schwieriger Prozess, sich von den Vorurteilen und Diskriminierungserfahrungen zu lösen, die er erlebt und verinnerlicht hat.
Coming Out ist der erste und einzige Film aus der DDR, in dem Homosexualität im Zentrum steht. Regisseur Heiner Carow entwickelte die Idee zu diesem Film in den frühen 1980er Jahren, nachdem eines seiner Projekte wegen einer schwulen Figur nicht produziert worden war. Diese Ablehnung motivierte ihn, in einem eigenen Filmprojekt über Homosexualität homophobe Strukturen in der DDR zu thematisieren. Der Film feierte am 9. November 1989 Premiere.
Wir zeigen den Film im Rahmen der Kritischen Einführungstage und mit Unterstützung der Cinémathèque Leipzig, im Anschluss folgt ein Filmgespräch mit Zeitzeug*in und Expert*in.
Einlass 18 Uhr, Start 18:30 Uhr

